Die Erstversorgung durch Hausärzte hat klare Vorteile
Die gesetzlichen Krankenkassen sind verpflichtet, ihren
Versicherten neben der etablierten hausärztlichen Versorgung eine qualitativ
besonders hoch stehende hausärztliche Versorgung anzubieten. Patientinnen und
Patienten, die an einem Hausarztmodell teilnehmen, haben sich für einen
Hausarzt als ständigen Partner entschieden: Sie suchen bei gesundheitlichen
Beschwerden nicht gleich einen Facharzt, sondern zuerst ihren Hausarzt auf.
Wir sind eingeschriebene Ärzte für alle aktiven Hausarztprogramme.
Die
Zahl der teilnehmenden Krankenkassen ändert sich schnell. Nachfolgend ist ein Zwischenstand
wiedergeben
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Ihre Kasse ist nicht genannt? Fragen Sie dort nach,
warum Ihre Kasse ihrer gesetzlichen Verpflichtung bislang nicht nachgekommen
ist.
Informationen des BMG:
...
Die Idee
Mit Hausarztmodellen werden zwei
zentrale Ziele verfolgt: Die Qualität der medizinischen Versorgung
von Patientinnen und Patienten zu verbessern und einen effizienteren
Einsatz der zur Verfügung stehenden Versorgungsmittel zu gewährleisten.
Hausarztmodelle stehen für eine optimal abgestimmte Vorgehensweise
der an der Versorgung der Patienten beteiligten Leistungserbringer.
Mit ihrer Hilfe können Fehlsteuerungen reduziert werden, die dem
Patienten schaden und das Gesundheitssystem unnötig belasten.
Durch eine verbesserte Abstimmung und
Beratung zwischen Haus- und Fachärzten wird die Zahl der planbaren
Krankenhauseinweisungen reduziert.
Arzneimittel werden gezielter verordnet
- unter Beachtung von Wirksamkeit, Preis und Menge.
Die Versorgung der Patienten erfolgt
wohnort- und zeitnah.
Patienten werden, wenn notwendig, ohne
Umwege an die richtigen Fachärzte weitergeleitet.
Qualitäts- und Servicestandards für Hausärzte
Die gesetzlichen Krankenkassen sind verpflichtet, die
hausarztzentrierte Versorgung sicherzustellen und den Versicherten
Hausarztmodelle anzubieten (§73b SGB V). Sie schließen zu diesem Zweck Verträge
mit Hausärzten oder Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) ab.
Hausärzte können jedoch nur dann an der
hausarztzentrierten Versorgung teilnehmen, wenn sie bestimmte Qualitätsanforderungen
erfüllen. Diese sind so gestaltet, dass einerseits eine qualitativ hochstehende
Versorgung gewährleistet ist, andererseits eine flächendeckende
hausarztzentrierte Versorgung realisiert werden kann.
Die gesetzlichen Krankenkassen müssen
"Hausarztstellen" ausschreiben und hierfür objektive Auswahlkriterien
definieren. Im Mittelpunkt steht die Lotsenfunktion des Hausarztes. Er
koordiniert sämtliche medizinische Behandlungen, alle Verordnungen sowie
Krankenfahrten und die häusliche Krankenpflege. Neben diesen grundlegenden hausärztlichen
Versorgungsfunktionen können beispielsweise folgende Qualitätsanforderungen
aufgestellt werden:
Ausrichtung der hausärztlichen Behandlung an
Therapieformen, deren Wirksamkeit und Nutzen durch geeignete
wissenschaftliche Studien (so genannte evidenzbasierten Leitlinien)
nachvollziehbar belegt ist
Verpflichtung zur Teilnahme an Qualitätszirkeln
und Fortbildungsmaßnahmen (beispielsweise zu Schmerztherapien,
Alterserkrankungen u.a.)
Durchführung eines praxisinternen Qualitätsmanagements
Praxis-Mindestausstattung (medizinische Geräte,
Datenverarbeitung)
Weitere Leistungen können von teilnehmenden Hausärzten wahlweise
angeboten werden:
Erweiterung von Sondersprechstundenzeiten
Durchführung einer Eingangsuntersuchung
inklusive Präventionsberatung und Impfstatus
Abstimmung mit dem Krankenhausarzt über den
weiteren Verlauf eines stationären Aufenthalts